Warenbeschaffung und Warenabsatz

Singapore River

© Phillip Minnis - Fotolia.comDer Singapore River ist einer von über 90 Flüssen die im Stadtgebiet von Singapur verlaufen. Diese Stadtflüsse und die dazugehörigen Kanäle waren früher die wirtschaftlichen Voraussetzungen für eine Besiedelung. Schließlich ging hier alles über die Wasserwege, ja das Leben fand größtenteils auf dem Wasser statt. Dementsprechend waren aber auch diese Wasserstraßen stark frequentiert und auch mit Abfällen und Abwässern belastet. In den 1970er Jahren waren die Zustände fast unerträglich geworden, man musste Angst vor Krankheiten haben.

Aber ein beherzter Politiker, der Premierminister von Singapur, Lee Kuan Yew, nahm die Zügel in die Hand und plante eine bessere Wasserqualität und lebenswerte Bedingungen des Singapore Rivers innerhalb von 10 Jahren. So wurden größte Kraftanstrengungen zur Beseitigung der Missstände unternommen und viele bauliche Veränderungen vorgenommen. Vorschriften zur Reinhaltung des Wassers wurden erlassen.

Der Singapore River wurde ausgebaggert und sein ganzer Unrat am Boden entfernt. Damit gelang auch wieder die Ebbe und Flut zu diesem kleinen, insgesamt etwas mehr als 3 km langen Fluss. Der River wurde wieder mit den ursprünglichen Lebewesen und Pflanzen der früheren Jahrhunderte besiedelt, die Natur kam zurück. Das ist bis heute so geblieben, die Kraftanstrengungen wurden weiter vertieft. So wurden Kanalisationen für die Abwässer gebaut und die Abfälle dürfen nicht mehr in den Fluss geworfen werden. Dafür wird jetzt Müll gesammelt, der dann in Müllverbrennungsanlagen zur Stromerzeugung dient. Den Händlern an den Ufern des Flusses werden gewisse Abschnitte zugewiesen, die Tierhaltungen wurden verlagert und auch einige Industriebetriebe umgesiedelt.

Der Singapore River ist das Herz von Singapore

Clark Quay © Ismail Atan - Fotolia.comVon hier aus entwickelte sich die Stadt im Mittelalter. Chinesen und Malaysier sowie Inder handelten hier mit Waren. Der Fluss war und ist die Lebensader der ganzen Region. Gespeist wird der Fluss durch den Alexandra Kanal. Einst mündete er direkt ins Meer. Dort war auch der frühere Hafen der Stadt. Heutzutage, nach der Sanierung und dem Ausbau, mündet er in den Marina Bay, der praktisch dann den Zugang zum offenen Meer bildet. Da er gleichzeitig eingedämmt wurde, wird sein Wasserreservoir quasi gespeichert und dient mit zur Frischwasserversorgung der Stadt. Der Damm zur Marina Bay ist auch als Marina Barrage bekannt.

Nun, das heutige Stadtviertel um den Singapore River ist eigentlich wie früher ein Geschäfts- und Bankenviertel. Sehr interessant ist es auch für Touristen aus aller Welt. Nebenschönen Parkanlagen mit altem Baumbestand ist auch eine Bootsfahrt auf dem River beliebt. Viele Attraktionen werden dort veranstaltet. Das sind beispielsweise Shows auf Pontons, Wayang-Darbietungen auf Bumboats oder auch Bootsrennen. Am Ufer entlang des Flusses stehen noch Tempel und Kultstätten, die man besichtigen kann. In den teilweise noch erhaltenen Gebäuden sind die ursprünglichen Nutzer verschwunden. Dafür sind hier Restaurants, Bars und Antiquitätenläden eingezogen. Den Charme dieses Viertels machen aber auch noch die unzähligen Brücken über den Singapore River aus. Zu bewundern ist auch noch der Merlin. Das ist ein Brunnen in Form einer Sagengestalt. Dahinter ist die Skyline der neuen Stadt mit seinen vielen Hochhäusern zu sehen.


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Sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch die Touristen hat sich der finanzielle Aufwand zur Sanierung eines hochinteressanten geschichtlichen Gebietes gelohnt. Dank der Verbesserung der Infrastruktur ist Singapur heute eine saubere und lebenswerte Stadt geworden. Dabei ist das Viertel um den Singapore River auch als Ausgangspunkt für einen Urlaub in dieser Stadt beliebt, zumal hier heute auch einige Vergnügungsviertel liegen. Clark Quay ist eines davon. Hier werden sowohl kulturelle Darbietungen angeboten als auch kulinarische Köstlichkeiten.

Taman Jurong ein wichtiger Stadtteil in Singapore